Warum ich selten glücklich bin!

Heute mal wieder zu später Stunde ein paar Gedanken über mein liebstes Thema „Realität und Dummheit“.

Kurz gesagt, Dummheit ist schon lange einer meiner Trigger, wobei ich das dann auch, je nach Vorfall, anders definiere.

Eigentlich ist mir völlig bewusst, dass ich das Zeug dazu habe, gar nicht zu reagieren und entsprechend auch nichts weiter wäre, als die „Dummheit “ und denjenigen der sie „auslöst oder verursacht“.

Aber nein, da es mich triggert, reiß ich mein Maul auf und versuche denjenigen „aufzuklären“.

Ihr wisst das ist sinnlos und meist vergeudete Zeit.

Aber ich bin wie ich bin und ich seh mich heute noch, als wäre es gestern gewesen, vor der Oberin im Krankenhaus sitzen, beim Vorstellungsgespräch und höre mich auf die Frage „warum ich denn Krankenschwester werden will“, Antworten mit „weil ich den Menschen helfen will „

Für diese Dummheit könnte ich mich heute noch Ohrfeigen und da mich das bis heute verfolgt, diese Ausbildung war der worst Case was ich an menschlichen niedrigen Charakterzügen, die ich bis dato wirklich nicht kannte und mich dort zeitweise in üble Depressionen getrieben hatte, erlebte, es war an manchen Tagen ein Alptraum.

Also wird diese Zeit wohl der Triggerursprung sein und ich hasse inbrünstig dumme Leute, einfach weil ich sonst jeden hassen müsste und ich es auf „dumme“ runter gebrochen habe.

Nun bin ich aber auch schon viele Jahre mit Persönlichkeitsentwicklung vertraut und Psychologie ist ein großes Thema bei mir, ich liebe es ja Krankheiten und Symptome psychosomatisch zu erklären und spirituelle Sachen mit hineininterpretieren oder zu bringen und weiss wie es anders und vor allem besser geht.

Aber wie sagt man? „Der Schuster hat oft die schlechtesten Schuhe .“

Ich arbeite also schon seit Jahren daran, für jeden Menschen der mich aufregt eine Erklärung und Entschuldigung zu finden, warum er so ist.

Die einzige Person die dabei weder Erklärungen noch Entschuldigung erfährt, ihr ahnt es schon, bin ich.

Das ist per se auch eigentlich gar nicht schlimm, habe ich immerhin auch nicht vor, 80 Jahre alt zu werden.

Aber ich habe gelernt, auch alles zu erklären und zu entschuldigen, ändert nichts an der Tatsache, dass man Menschen, die das nicht wollen, gar nicht helfen kann.

Vielleicht für einen kurzen Moment und vielleicht reicht das auch schon.

Aber man sollte tatsächlich zuerst sich um sich selbst und sein Seelenheil kümmern und dann überlegen ob sich der Aufwand lohnt.

Ich habe in einem ähnlichen Moment zu meinem Mann gesagt „am Ende muss man davon ausgehen, dass man effektiv vielleicht einem oder vielleicht fünf Menschen wirklich und dauerhaft geholfen hat. Aber erwarten darf man das nicht.

Es sind unsere hohen Erwartungen die uns tief fallen lassen und daran sind wir ganz allein schuld.

Wenn wir wirklich realistisch sind, werden wir zugeben müssen, dass unsere Gesellschaft ein bunter Haufen seelischer und geistiger, teilweise degenerierter Schwachköpfe Egoisten sind und das wäre auch völlig okay so.

Aber sie können andere auch nicht in Frieden leben lassen. Und DAS ist für mich der springende Punkt.

Es krankt schon in den Ursprüngen unseres Systems und wird sich so schnell auch nicht bessern.

Und daran werden wir krank.

Entweder wir besinnen uns endlich alle, dass wir irgendwie alle in einem Boot sitzen oder wir ballern uns zurück in die Steinzeit.

Hoffentlich sind unsere Kinder dann auch schon 80.

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