Hilfe meine Haare haben Spliss, was man dagegen tun kann, außer abschneiden

Heute mal ein spontanes Thema, weil mich das gerade betrifft und vermutlich viele andere Menschen mit langen Haaren ähnliche Lieder darüber singen können wie ich auch.

Man hegt und pflegt seine Haare und freut sich das sie länger und länger werden, aber irgendwann fällt es einem auf.

Oft dann, wenn sie lang genug sind, dass man sich ihre Enden anschauen kann.

Was zum Teufel ist da los? Die gehen ja kaputt?!

Ja, tun sie. Das nennt der Volksmund „Spliss“. Aber aufgepasst, es gibt zwei Varianten, beide auf ihre Art unschön, Spliss und Haarbruch.

Beim Spliss zerfleddern die Haarenden und beim Haarbruch erkennt man dann so weise „Sollbruchstellen“ an denen man das Haar einfach abbrechen kann.

Im Prinzip bleibt einem eigentlich nichts anderes übrig, als diese Haare abschneiden zu lassen. Am besten beim Profi mit einer sehr scharfen Schere und einem guten Auge, denn Spliss neigt dazu, sich durch das gesamte Haar auszubreiten.

Je früher, desto besser. Allerdings, und das hab ich oft genug selber erlebt, neigen vor allem Friseure dazu dann doch ein paar Zentimeter mehr abzuschneiden, als einem selber lieb ist. Auch wenn das vielleicht nötig war.

Was kann man also tun, um Spliss und Haarbruch vorzubeugen und die Haare selbst gut zu pflegen?

  • Haare nicht zu grob bürsten oder kämmen. Lange Haare immer erst an den spitzen, zur Kopfhaut hin entwirren und nicht von oben nach unten hin kämmen. Knoten (Fitze) und ausreißen der Haare sind die Folge, was auch weh tun kann.
  • Es gibt spezielle Sprühkuren die man vor dem Kämmen auf die Haare aufsprühen kann und dabei helfen, die Haare zu entwirren und die unsere Haare auch gleich kräftigen
  • Nasse Haare immer nur ganz vorsichtig entfitzen und nicht nass kämmen! Sondern trocknen, so schnell es geht. Trockenrubbeln ist unangebracht und richtet nur mehr Schaden an, als dass es sinnvoll wäre.
  • Bei nassen Haaren hilft zum Beispiel eine Essigsaure Haarspülung um die Haarstruktur wieder zu glätten. Man benutzt dazu 1 Liter lauwarmes Wasser mit 2 Esslöffeln Apfelessig. Es scheiden sich allerdings die Geister, ob man das danach noch ausspült oder drin lässt. Ich weiss es nicht. Wie macht ihr das?
  • Haarshampoo und Conditioner immer dem Haar- und Kopfhauttyp entsprechend anpassen. Weniger ist mehr, wobei ich leider die schlechtesten Erfahrungen gemacht habe, als ich dachte das beste System ever zu benutzen.
  • Wichtig ist auch, dass man seine Pflegeserie aufeinander abstimmt und möglichst die zusammengehörenden Produkte kauft, also nicht – weil es vielleicht so gut riecht Produkt von Hersteller A, dann irgendeins, was gerade billig war von Hersteller B und dann noch die Haarmaske, deren Flasche so schön geglitzert hat von Hersteller C.
  • Extra für die Haarspitzen gibt es mittlerweile eine Unmenge Pflegeprodukte, die allerdings oft nur die kaputten Spitzen vertuschen. Man kann hier auch zu Öl greifen, welches man oft zu Hause hat.
  • Man muss seine Haare übrigens auch nicht täglich waschen und auf gar keinen Fall jedesmal bis zu den Spitzen shampoonieren. Wenn dies nicht unbedingt nötig ist, es reicht den Ansatz mit verdünnten Shampoo zu waschen und das Shampoo entlang der Haare auszuspülen.

Haaröle für gesunde Kopfhaut und Haare

  • Olivenöl: Olivenöl kann man einfach in die Haare einmassieren und so lange einwirken lassen, wie man möchte und dann auswaschen oder drin lassen bis zur nächsten Haarwäsche.
  • Kokosöl: hilft auch bei trockener Kopfhaut. Ich persönlich lass auch dieses Öl einfach im Haar. Allerdings hat man dann den, früher oft gewollten „Wet Look“.
  • Arganöl: auch eins der besonders reichhaltigen Öle für trockene Haare und gern in Kombination mit den anderen Ölen genutzt
  • Mandelöl: als besonders feines Mittel gegen trockene Kopfhaut zu nutzen
  • Basilikumöl: falls ich das vergessen habe, dieses Öl ist – angeblich – ein hervorragendes Mittel gegen Haarausfall, wie auch
  • Rosmarinöl: auch das soll gut gegen Haarausfall helfen

Bei allen Ölen, sollte man darauf achten reine Öle zu benutzen und auf die Herkunft schauen. Ich persönlich bevorzuge Bio-öl, welches nicht von Kindern oder Tieren geerntet wurde.

  • Styling sollte immer mit der niedrigsten Temperatur erfolgen und nach dem Haarefönen die Kaltstufe eine Weile aufs Haar richten, hilft auch die Schuppenschicht zu schließen und die Haare zu glätten, ganz ohne chemische Unterstützung.
  • Kämme und Bürsten aus Echtholz, sind oft sanfter zum Haar, als Plastik. Wer kein Veganer ist, kann sich auch Wildschweinborsten-bürsten holen. Meine extrem langhaarige Freundin schwört drauf.
  • Haargummis oder auch Haarspangen aus Metall lassen das Haar dort zerbrechen. Deswegen ist sanften Methoden der Vorzug zu geben.
  • Haare gehen oft dort kaputt wo sie aufliegen, also auf unserer Kleidung oder auch wo sie nachts reiben, auf dem Kopfkissenbezug. Wer auf Nummer sicher gehen will, holt sich glatte Kopfkissenbezüge, die übrigens auch besser gegen Falten sind, als flauschige. Tagsüber die Haare hochstecken, hilft auch gegen Schäden durch aufliegen.
  • Was ich noch, aus eigener Erfahrung dazusagen muss, zu straffe Zöpfe sorgen nicht nur für Geheimratsecken, ja auch bei Frauen, sie sorgen auch dafür dass die Haare weniger gesund sind. Haarbruch ist da schon vorprogrammiert.
  • Haar extrem oft bleichen oder färben sorgt auch im Laufe der Zeit dafür, dass man seine Haarpracht verliert. Oder sogar Haarausfall bekommt, der schwer zu beheben ist. Der Grund hier liegt daran, dass die Haare im Laufe der Zeit brüchig werden. Wichtig ist dann, für genügend Feuchtigkeit zu sorgen, damit sie nicht austrocknen,

Wenn ihr glaubt eine gute Pflege- und Stylingroutine zu haben und trotz allem gehen eure Haare kaputt oder fallen weiterhin aus, kann ein Nährstoffmangel vorliegen.

Dazu lest am besten noch einmal den oben verlinkten Blog, bevor ich mich hier wiederhole.

Viel Erfolg beim finden von guten und hilfreichen Tipps und viel Freude an euren, schönen langen Haaren,.

Wenn ich euch helfen konnte, lasst es mich wissen oder teilt meine Blogs

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