Archiv der Kategorie: Poesie

Weisheit des Tages | 18.10.2020

Was kann es Süßeres geben, als einen Freund zu haben, mit dem du alles, was in deinem Herzen lebt, bereden kannst wie mit dir selber? Meister Eckhart

Weisheit des Tages | 18.10.2020

Werners Traumlounge

Russisch Roulette mit Ouja Board – Teil 1

Diesmal sollte es ein ganz besonders spannender Abend werden.

Die ganze Woche schon, hatte meine Freundin von nichts anderem mehr erzählt.

Es würde das Highlight des ganzen Jahres sein.

Am Anfang tat sie sehr geheimnisvoll und da ich von Haus aus, extrem neugierig war, konnte ich nicht lange damit leben, dass sie mir nicht erzählen wollte, was wir nun diesen Freitag tun würden.

Also fragte ich sie, wieder und wieder. So lange, bis sie auch nicht mehr ihr Geheimnis für sich behalten wollte und konnte. Sie war im Grunde genommen auch viel zu geschwätzig um es dauerhaft für sich behalten zu können.

„Komm mit, ich zeig es dir.“ Sagte sie, geheimnisvoll lächelnd, so ganz konnte sie die Geheimniskrämerei dann doch nicht für sich behalten.

Wir stiegen die Treppe hinauf in ihr Zimmer und oben angekommen, erwartete uns schon ihre Mutter, freudestrahlend kam sie auf uns zu und sagte, ihre Tochter umarmend „ich kann es gar nicht erwarten heute Abend meine ganzen alten Freunde wieder zu sehen. Unser Schulabschluss ist nun schon 25 Jahre her und endlich wollen diesmal wirklich alle kommen. Bis auf Tom, natürlich.“ Sie schwieg wieder.

Ich schaute fragend zu meiner Freundin, sie zuckte nur mit den Schultern.

„Dann viel Spaß ihnen“ wünschte ich ihr. „Wann fahren Sie denn los und wie lange wollen Sie bleiben?“

Sie lächelte bereits wieder und meinte „Wir sind schon dabei das Auto zu beladen. Wir nehmen einiges für meine Mutter mit, denn auf dem Rückweg, wollen wir noch bei ihr vorbeifahren.“

„Dann bleiben sie also länger? Wenn Sie wollen, kann ich solange bei Jessy bleiben, damit sie sich hier nicht so einsam fühlt. Meine Eltern wären bestimmt einverstanden.“

„Oh, Claudi. Das ist eine gute Idee. Ich hätte es Dir auch noch vorgeschlagen. Ich rufe gleich einmal Deine Eltern an, dass sie Dir eine Tasche packen können und es wäre schön, wenn Du drei Tage hier bleiben könntest. Ich würde mich wirklich besser fühlen, Jessy hier nicht allein zu wissen“ sagte sie, mit einem kritischen Blick zu ihrer Tochter.

Die grinste nur und fiel ihr um den Hals.

„Ach Mama, mach dir doch nicht immer solche Sorgen. Ich bin doch schon fast erwachsen und kann auch auf mich aufpassen.“

„Aber nur fast“ tönte es von der Treppe.

Wir drehten uns um, ihr Vater war oben erschienen. Jessy fiel ihm um den Hals.

„Ja Papa. Ich bin immer noch dein kleines Mädchen. Ich liebe dich, dass weisst du doch.“

„Sagt Oma schönen Gruß von mir. Im Sommer komme ich auch wieder mit zu ihr.“

Währenddessen hatte ihre Mutter bereits mit meinen Eltern telefoniert und die hatten ihr okay gegeben.

Jessy und ich, kannten uns schon seit dem Kindergarten und meine Eltern liebten sie als wäre sie auch ihre Tochter. Also war schon klar, dass es keine Einwände ihrerseits geben würde.


Vier Stunden später, waren ihre Eltern schon unterwegs und wir kamen zurück von meinen Eltern.

Diese hatten nicht nur meine Tasche gepackt, sondern uns auch noch ein reichhaltiges Abendessen eingepackt , meine Mutter pflegte immer zu sagen „Mädchen in eurem Alter, wachsen noch und brauchen viele Nährstoffe“, während mein Vater nur darüber grinste.

Es war ja nicht so, als ob Jessy ihre Eltern nicht schon das gleiche getan hätten. Mit den Vorräten im Kühlschrank hätten sie locker vierzehn Tage wegbleiben können und wir wären nicht verhungert.

Wenn ich gewusst hätte, dass genau dies später passieren würde, hätte ich an dem Abend noch nicht einmal drüber gegrinst. Aber später dazu mehr.


Während ich unten in der Küche damit beschäftigt war, die ganzen Tupperdosen in den Kühlschrank zu räumen, den ich dazu allen ernstes ausräumen musste, stürmte Jessy bereits in ihr Zimmer um ihre gesamte Ausrüstung, nach unten ins Wohnzimmer zu holen.

„Ich baue schon mal alles auf“ rief sie nahezu euphorisch. Ich freute mich genauso sehr wie sie, auf unseren Mädelsabend. Und dass wir diesmal ganz alleine sein würden, freute uns beide wirklich sehr.

Keine nervigen Eltern, die aller paar Minuten irgendwas von einem wollten. Vor allem, wenn sie wussten was wir da taten.

„Wollen wir vorher etwas essen oder zwischendurch?“ rief ich ins Wohnzimmer.

Keine Antwort. Also rief ich nochmal.

Wieder keine Antwort. „Hä, was macht sie denn?“ fragte ich mich und ging rüber.

Der Anblick war so faszinierend.

Jessy war – hochkonzentriert – damit beschäftigt dutzende Teelichter anzuzünden. Klar, dass sie mein rufen da nicht gehört hatte.

„Warte ich helfe Dir.“ Ich nahm das elektrische Streichholz, welches auf dem Tisch lag und zündete es an.

„Möge der Abend der Knaller werden.“ Jessy grinste schon die ganze Zeit und ich konnte mich auch nicht beherschen und lachte vor lauter Vorfreude los.

„Das wird sooo geil.“ Jessy stimmte mir zu. „Natürlich wird es das.“

Es klingelte an der Wohnungstür. „Oh nein, wer kann dass denn sein?“ fragte ich.

„Wir erwarten doch niemanden und nichts? Vielleicht der Postbote.“ Jessy zuckte mit den Schultern. Ich wollte ihr eigentlich sagen, geh nicht hin. Aber da öffnete sie schon die Tür.

Die Postfrau stand davor, mit einem großen Paket im Arm. „Hallo Jessy, Eure Nachbarin scheint nicht da zu sein. Kann ich dieses Paket bei euch abgeben? Ich werf ihr dann einen Zettel in den Briefkasten, dass sie es sich bei euch abholen kann.“

„Aber klar doch.“ Jessy nahm ihr das Paket ab und stellte es in den Flur. „Die alte Dame ist auch etwas schwerhörig, vielleicht hat sie es auch nicht gehört, dann findet sie den Zettel bestimmt morgen, sonst geh ich morgen mal rüber.“

Die Postfrau bedankte sich, wünschte ein schönes Wochenende und ging.

Jessy drehte sich um und verleierte die Augen. „Die alte Frau Meier verlässt nie das Haus. Ihr Essen bringt ein Lieferservice und manchmal kommt eine Krankenschwester nach ihr sehen. Wo sollte die schon unterwegs sein.“

„Lass uns mal rüber gehen und nachschauen“ meinte ich. „Nicht das ihr was passiert ist.“

Jessy war einverstanden, meinte aber „das Paket schleppen wir aber nicht mit, das ist viel zu schwer.“

Gesagt getan. Wir zogen uns gerade an, als im Flur das Licht ausging. Jessy schrie vor Schreck auf. „Scheisse. Jetzt ist die Glühbirne durchgebrannt. Dad wollte sie doch noch wechseln.. Aber was hat er gemacht, nichts.“

„Naja, lass uns erst mal rüber gehen, bevor es draußen auch noch stockdunkel ist.“

Es war zwar erst kurz nach siebzehn Uhr, aber es dämmerte schon. Zum Glück war das Haus der alten Frau nur ein paar Meter weit entfernt.

Als wir bei ihr vorm Haus standen, war es innen dunkel. „Das kann doch gar nicht sein“ Meinte Jessy. „Die Alte verlässt das Haus wirklich niemals. Soll ich sie mal anrufen?“ Jessy zückte ihr Handy.

Kaum dass sie die Nummer der alten Frau gewählt hatte, hörten wir schon das Telefon im Haus durchdringend klingeln. „Was für ein beschissener Klingelton“ sagte ich. Wir lachten. In dem Haus tat sich nichts, auch als Jessy noch einmal anrief tat sich drinnen nichts.

„Ach komm, egal. Lass uns gehen. Kein Bock hier anzufrieren.“ Jessy stimmte mir zu und wir gingen zurück zu ihnen.

Als wir in den Flur kamen, brannte die Glühbirne wieder und wir staunten nicht schlecht.

„Vermutlich, war es doch nur wieder der Wackelkontakt“ sagte ich und schloss vorsichtshalber die Haustür zweimal zu. Jessy lachte darüber.

„Hast wohl jetzt schon Schiss?“

„Was, Schiss? Ich? Niemals.“ lachte ich und zog sie ins Wohnzimmer, wo alle Teelichter noch brannten.

„War es eigentlich schlau, das Haus zu verlassen, ohne die Dinger nochmal auszupusten?“

„Ach keine Ahnung“ meinte Jessy. „Ist ja nichts passiert.“ Ich gab ihr Recht.

Komm lass uns den Rest vorbereiten.


Ungefähr dreißig Minuten später war alles nahezu perfekt. Ich schaute Jessy fragend an, „Fehlt da nicht was?“ „Oh, ich bin ein Dummkopf“ klatschte Jessy sich, gespielt, die Hand vor die Stirn. „Der Rotwein.“

„Lass mich raten, der ist im Keller“ schaute ich sie fragend an.

„Nein, lass mal. Mein Vater hat uns eine Flasche hochgeholt. Wäre er nicht so nett gewesen, hätten wir halt Wasser genommen. Mich bringen keine zehn Pferde runter in den Keller. Lachte sie.

„So wie ich dich kenne, hast du den auch zweimal abgeschlossen?“ fragte ich sie. „Klaro“ meinte sie.

Sie zog die Fenstervorhänge zu und schenkte uns jedem ein halbes Glas Rotwein ein. Lass uns endlich anfangen, ich kann und will nicht mehr warten.

Die Woche darauf warten, das meine Eltern verschwinden, war schon schwer genug.

„Dann lasst die Show beginnen“ meinte ich und setzte mich auf die Couch.


Zwei Stunden später, war die Flasche Rotwein leer und außer das wir angetrunken waren, war nichts bemerkenswertes geschehen.

„Man, ich hätte einfach mal mehr erwartet. Und was ist passiert? Nichts.“ Fluchte ich vor mich hin. Jessy lachte sich kaputt darüber.

„Was hätte denn passieren sollen, es ist ein stinknormales Ouja Brett.. „

„Ja, aber im Internet liest man immer so geile, angeblich wahre Gruselgeschichten, dass die Zeiger sich bewegen und die Leute in Panik verfallen. Gut in Panik würden wir ja nicht verfallen.“

„Ja, wir nicht. Denn wir sind die Coolen.“ Jessy trank den letzten Schluck Rotwein und ich war enttäuscht. „Dann lass uns einfach noch eine Flasche Rotwein trinken. Wenn wir schon mal sturmfreie Bude haben. Wir gehen einfach gemeinsam runter in den Keller und bewaffnen uns.“

„Gute Idee“ meinte Jessy. „Lass mich die Knarre von meinem Vater holen, ich weiss wo er den Schlüssel zu seinem Safe versteckt.“

„Geil. Lass uns die Knarren anfassen.“ Das wollte ich schon immer mal tun. Und ich hoffte, er hat den Schlüssel wirklich dagelassen.

„Oh ja Baby. Der hat echt den Schlüssel dagelassen“ Jessy hielt ihn bereits ehrfürchtig in den Händen. „Dann lass uns mal Krieg spielen“ lachte ich und rannte ins Schlafzimmer ihrer Eltern, in dem der große Safe stand.

Kurz davor standen wir nun allerdings und überlegten ob da ein stiller Alarm losgehen würde, wenn wir ihn unbefugt öffnen. „Ach so ein Quatsch. Wir haben doch den Schlüssel. Mein Vater schließt den auch einfach so auf.“

„Na dann, auf. Mach ihn auf“ drängelte ich.

Die Safetür öffnete sich fast lautlos. „Boah“ entfuhr es mir.

Jessy kreischte lachend los „Guck dir das an, der Alte.. was hat der so viele Knarren. Unglaublich. Was will der damit? “

Ich konnte ihr nur Recht geben. Was zum Geier wollte ihr Vater, der weder Polizist war, noch Jäger oder gar Sportschütze mit dieser riesigen Sammlung an Gewehren und Pistolen. Selbst eine abgesägte Schrotflinte lag darin.

Ich griff nach ihr und schaute sie genauer an. „Geht der heimlich jagen, oder was?“ Ich schaute Jessy fragend an. „Nein, nicht das ich wüsste. Vielleicht findet er die Dinger nur cool. Ich frag mich aber, ob meine Mutter das wirklich weiss, dass der Safe fast platzt..“

„Naja für den Weg in den Keller und zurück, wird das Ding hier reichen. Ich wog die Schrotflinte hin und her und fragte Jessy, „weist du wie man damit schießt?“

Jessy nahm sie mir aus der Hand. „Meinst Du, die ist überhaupt geladen?“

„Ja ich denke schon, sonst müssen wir jetzt um einer Flasche Rotwein wegen, die Munition suchen.“ Jessy lachte sich auch kaputt. „Dabei ist außer uns niemand hier im Haus, wenn sollen wir denn erschießen. Alle Türen, die nach draußen führen sind fest verschlossen, niemand kann rein.“

„Sind die alle fest verschlossen?“ Jessy bekam große Augen. „Ich hoffe doch.“

„Lass es uns halt überprüfen. Oder macht der Rotwein uns langsam paranoid?“

Wir fingen beide an zu lachen, als die Safetür zufiel.

„Boah, was zur Hölle. Warum geht die einfach so zu?“

Ich zuckte mit den Schultern. Vielleicht ist die so eingestellt, das sie nach einer gewissen Zeit einfach zugeht. Aus Sicherheitsgründen.

Wir beschlossen darauf zu vertrauen, dass die Waffe geladen war, im Falle von.. man konnte ja nie wissen.. und gingen durch das Haus, die Fenster und Türen zu überprüfen.

„Guck mal, Jessy. Bei der alten brennt Licht.“ „Ich glaubs ja nicht“. Jessy schaute durchs Fenster „ich sehe es auch. Uns draußen stehen lassen und nicht aufmachen. Vielleicht hört sie wirklich nichts mehr.“

Wir schlossen alle Vorhänge und versicherten uns, dass wirklich alles fest verschlossen war und gingen zur Kellertür. „Führt aus dem Keller eigentlich eine Tür nach draußen?“ Fragend schaute ich meine Freundin an. „Hmm, ja klar. Am Ende des Kellers ist so eine Art Falltür, aber diese ist mit einem Riegel und einem Schloß gesichert.“

„Hoffen wir zumindest“ grinste ich.

Jessy lachte und meinte „jetzt lass uns schnell runter gehen, ich weiss wo der Rotwein liegt. Halt die Knarre im Anschlag und lass uns rennen. Auf drei.“

Sie öffnete die Tür und uns schlug leicht fauliger, kühler Kellergeruch entgegen.

Ich holte schon Luft um etwas blödes zu sagen, da ertönte „drei“ und sie stürmte hinunter. Mir kam diese blöde Treppen elend lang vor und unten war es einfach mal stockdunkel. „Worauf habe ich mich da eingelassen“ stöhnte ich spaßeshalber. „Wir werden hier unten sterben, nur wegen unserem Drang nach einer Flasche Wein.“

Jessy kicherte „halt die Klappe und komm.“ Im Keller gab es Gott sein Dank noch einen Lichtschalter, so dass wir uns umschauen konnten.

„Also ich habe es mir echt schlimmer vorgestellt. Hier ist doch gar nichts gruslig.“ Ich schaute mich um. Aber Jessy drängelte „nein hier vorn noch nicht, aber weiter hinten schon. Lass uns den Wein holen und gehen. Vielleicht holen wir gleich zwei Flaschen. Damit wir nicht noch einmal hier runter müssen.“ Ich stimmte zu,

Sie griff nach zwei Flaschen Wein und stürmte wie vom Blitz getroffen auf die Treppe zu „worauf wartest du denn, komm raus hier“.

Sie war bereits auf der Treppe, als ich das Gefühl hatte beobachtet zu werden. Nun war ich es, die losrannte. Ich wagte es nicht einmal noch in den Keller zu schauen. Wir schlossen die Tür und beschlossen, nicht über den Keller zu reden.

„Lass uns aber die drei leeren Flaschen wegbringen, bevor deine Eltern wieder da sind. Nicht dass die noch denken, wir sind Alkoholiker.“ Wir lachten beide laut los und das seltsame Gefühl aus dem Keller, hatte ich vergessen.

„Wollen wir noch eine Runde mit dem Ouja Board spielen?“ fragte ich Jessy, sie stimmte zu.

Vielleicht lag es am steigenden Alkohollevel in meinem Blut, vielleicht daran dass es mittlerweile fast Mitternacht war, aber ich wurde das Gefühl nicht los, beobachtet zu werden. Langsam wurde es mir unheimlich. Allerdings amüsierte Jessy sich einfach großartig mit den Antworten, die das Brett uns lieferte und ich beschloss nichts zu sagen. Es wird wohl am Alkohol liegen, dachte ich mir.

Ein kurze Zeit später, schlief Jessy auf dem Sofa ein und ich deckte sie zu, unschlüssig ob ich auch unten im Wohnzimmer schlafen solle oder hoch in ihr Zimmer gehen soll, wo ihre Eltern mir schon ein Gästebett vorbereitet hatten. Da ich aber wenig Lust hatte auf einem der Sessel zu schlafen, ging ich hoch. Kurz darauf schlief auch ich.

Als ich gerade träumte dass ich im Keller stand und ein unheimliches Wesen aus dem Dunkel kam, stürmte Jessy fit und gut gelaunt in ihr Zimmer und weckte mich.

„Gerade noch rechtzeitig“ meinte ich. Sie schaute mich fragend an und ich grinste nur.

Lass uns frühstücken und dann nochmal zu der Alten rüber gehen, ihr das Paket einfach vor die Tür stellen. Ich will heute Abend noch mal mit dem Brett sprechen und da will ich nicht, dass meine Nachbarin plötzlich kommt und nervt.

„Gute Idee“ sagte ich und stand auf.

Eine reichliche Stunde später, standen wir mit dem Paket bei der Dame vor der Tür, aber wie erwartet öffnete sie auch diesmal nicht.

„Stelle es hin und lass uns gehen“ sagte ich. Jessy tat genau dies.

Den Rest des Tages verbrachten wir damit fern zu sehen, zu chillen und ständig zum Kühlschrank zu rennen und zu essen. „So könnte ich immer leben“ sagte ich zu ihr. Jessy nickte zustimmend.

Als es Abend wurde, zündeten wir eine neue Packung Teelichter an und setzten uns wieder an das Brett. Jessy war schon ganz aufgeregt. Da ich mich aber plötzlich an das ungute Gefühl der letzten Session erinnern konnte, war ich etwas zurückhaltender.

„Was soll ich das Brett fragen“ schaute Jessy mich an. „Los heute bist Du mal dran, gestern Nacht habe nur ich Fragen gestellt.“ So spontan fiel mir erst einmal gar nichts ein, bis mir dann die Fragen in den Sinn kamen.

„Frag es. ob bei der Alten drüben alles in Ordnung ist.“ „Wie soll das Brett dass denn wissen?“ Jessy schaute mich stirnrunzelnd an. „Frag doch einfach“.

„Hey Brett, Claudi will wissen ob mit der Alten drüben alles in Ordnung ist.“

„Was sagt es? Was sagt es?“ „Gar nichts.“

„Wie, gar nichts? Es redet doch die ganze Zeit mit Dir, warum sagt es jetzt nichts?“ Ungläubig schaute ich auf das Brett.

„Na ich sagte doch, dass Brett kennt die Alte nicht.“ Jessy zuckte mit den Schultern. „Okay, dann wirst Du wohl Recht haben. Dann frag es, wozu dein Vater so viele Waffen im Schrank hat.“

Gespannt starrten wir auf das Brett, dessen großer Zeiger begann sich zu bewegen. „Schau genau hin und lies mit.“ Die Buchstaben ergaben einen Sinn.

„“Z U M S C H U T Z““

„Was zum Schutz?“ Entfuhr es uns beiden, fast gleichzeitig. „Frag es, zum Schutz vor was?“

„“ V O R D I R „“

„Vor mir? Vor wem? Was?“ Ratlos schauten wir uns an. Immerhin hatte ich die Frage an Jessy gestellt und sie hatte sie nur weiter gegeben.

Schau mal, der Zeiger bewegt sich weiter. Wir starrten wieder auf das Brett. Was war da los?

  • bald geht es weiter – bleibt dran 🙂

FSK 18 Premium Content wanted? Horrorstorys de Luxe

Dear Friends and Followers and Readers,

we think about level up our Content, up to real nice horrorstorys, but in this case, we are not able to show them without setting a lock – so the next storys, will be a bit more expliciter, than the last.

So stay tuned and if you see, its premium content be sure, you will have good dreams after reading 😉

A Killers Diary #The blood wall of skins

Dear Diary,

Today was another special day.

I managed to finish the blood skin wall. It was really messy but now i can smile.

You now its tough the ripp the human skin off the flesh, without damaging it.

The two bodys are ready for the next step and the wall is painted in bloody fresh red.

The speciality of this room is the wall itself. The skin is attached with smaller nails from the fingers of the bodys and the skins somehow became alive. But they always need blood… like a flower needing water …

It looks absolutely delicious …. i like fucking the living skin wall sometimes, because its alive, it understands my feelings… i love the rotting parts of the wall … they make it look more disgusting and creepy for our show.

When the skin is finally seperated from the flesh, it doesnt need washing but instant nailing. Every bit of the dropping blood is held in a container for the blood circulator which lets the wall look so pretty, but im sure you knew that all along dear diary 🙂

Do you wanna know what kind of bodys i nailed there ?

I mostly put up kids skin on the wall, because i hate them so much. Everytime i see kids, my blood boils and i want to smash their heads open with an axe because they look too cute! I hate it!

Gladly they died screaming and in agony… You know the pain drags several evil beings in this building and they help me with my business. But all they want is energy..

What do i get for it? Only a haunted place … sometimes i hear kids scream down the hallway …but then i remember that ive got three more of them in my underground tunnel basements.

I love being a politicians dog!

Anyway thats it for today – see ya later diary! 🙂

A Days Purpose

A day has two purposes. The first is to either listen to the ego and do what it wants, based on the conditioning and self awareness of oneself Or Just dont give a fuck about anything and chill your soul … But lets be real, everyone wants number two.. Right?

the lost soul – short story

Once upon a time, an unbelievably long time ago, there was a soul. Which had just been created.

This soul was not like all the other souls he had created. She was kind of different. Unique.

So, it came that he shared this soul in order to have two of its beauty.

Of course, the other souls did not like this, and they asked why he shared only this one soul and not their souls as well.

This soul is different from you, he said, you are perfect, but it is so radiant and pure, and shines like an entire galaxy full of stars.

You are satisfied with yourself, but this one, would never be satisfied with yourself on your own, so it came that I had to share it.

The other souls did not find this fair but decided to remain silent.

But the freshly divided soul began to look at her counterpart and ask, „Do you want to reunite with me?“

She looked at her counterpart and said, „Sometimes maybe, but first let’s gain experience.“

The soul did not like this answer. It was no longer perfect. Instead, there were traits that could now be identified as duality.

If she was gentle and quiet, her counterpart was loud and cheeky.

They were yin and yang. Always the opposite of the other.

The other souls both looked like a spectacle and squealed quietly, so that HE, who had shared the new soul, could not hear it.

„Just look at them. Male and female. Whatever, but by no means perfect.“

But half the soul, heard this and flew to its counterpart „Do you hear what they say?“ Although her counterpart had heard this, he said nothing more.

„Let them talk. They cannot have our experiences and are jealous because they have no one to belong to them forever and to society.“

Half the soul was satisfied.

A few millennia this game went. They were together continuously and liked each other very much and ignored the other souls who had only themselves.

But he, who liked to watch the two half souls, had long ago begun, without much foresight, to share the other souls.

Always male and female. Always a couple, which would belong together forever.

However, he did not reckon with it or ignored the fact that in duality also negative energies arose, which began to whisper unsightly things to souls.

So, it happened that the couples separated, looking for a half that would probably fit better to them.

What a mess. What a failure.

Meanwhile, our first half soul had noticed this and was sad about it. She had to watch other souls, to her beloved second half, venture and whisper unsightly things to her.

At some point, their second half did not explain the whole thing, so the soul thought it was better to disappear. You can certainly cope on your own.

So, it happened one morning that half the soul was gone. Disappeared.

No one knew where she had gone.

Her second half realized what she had done wrong and went in search of her.

Unaware that this search would go through all the worlds and persevere with all times.

The second half was disappointed and did not want to be found. Negative souls, too, had told her a lot of nonsense, and she no longer knew who to believe.

Luckily, he, who had created both, always had an eye on her, so that nothing bad could ever happen to her.

But whether her second half, she found her again or she decided to return, that is a different story.

Die verloren gegangene Seele – Kurzgeschichte

Es war einmal, vor unglaublich langer Zeit, eine Seele. Die gerade erst frisch erschaffen worden war.

Diese Seele, war nicht wie all die anderen Seelen, die er erschaffen hatte. Sie war irgendwie anders. Einzigartig.

So kam es, dass er diese Seele teilte, um von ihrer Schönheit zwei zu haben.

Dies gefiel den anderen Seelen natürlich nicht und sie fragten, warum er nur diese eine Seele teilte und nicht ihre Seelen auch.

Diese Seele ist anders als ihr, sprach er, ihr seid vollkommen, diese aber ist so strahlend und rein und leuchtet wie eine ganze Galaxie voller Sterne.

Ihr seid zufrieden mit euch selber, diese aber, wäre alleine niemals mit sich selbst zufrieden, so kam es, dass ich sie teilen musste.

Die anderen Seelen, fanden das nicht gerecht, beschlossen aber zu schweigen.

Die frisch geteilte Seele aber, begann ihr Gegenstück zu betrachten und zu fragen „willst du dich wieder mit mir vereinen?“

Ihr Gegenstück betrachtete sie und sagte „irgendwann vielleicht, aber zuerst lass uns Erfahrungen sammeln.“

Der Seele gefiel diese Antwort nicht. Sie war ja nun auch nicht mehr vollkommen. Sondern hatte nun Charakterzüge, die man nun als Dualität feststellen konnte.

War sie sanft und leise, war ihr Gegenstück laut und frech.

Sie waren Yin und Yang. Immer das Gegenteil vom anderen.

Die anderen Seelen betrachteten beide, wie ein Schauspiel und tuschelten leise, so dass ER, der die neue Seele geteilt hatte, es nicht hören konnte.

„Schaut sie euch nur an. Männlich und weiblich. Was auch immer, aber keinesfalls vollkommen.“

Die halbe Seele aber, hörte dies und flog zu ihrem Gegenstück „hörst du was sie sagen?“ Obwohl ihr Gegenstück dies durchaus gehört hatte, sagte er nichts weiter dazu.

„Lass sie reden. Sie können nicht unsere Erfahrungen machen und sind eifersüchtig, weil sie niemanden haben, der ihnen für immer gehört und ihnen Gesellschaft leistet.“

Die halbe Seele war zufrieden.

Ein paar Jahrtausende ging dieses Spiel. Sie waren ununterbrochen zusammen und gefielen sich sehr und ignorierten die anderen Seelen, die außer sich selbst niemanden hatten.

Er aber, der den beiden halben Seelen gern zuschaute, hatte schon längst begonnen, ohne große Weitsicht, auch die anderen Seelen zu teilen,

Immer männlich und weiblich. Immer jeweils ein Paar, welches für immer zusammen gehören würde.

Allerdings rechnete er nicht damit oder ignorierte den Fakt, dass in der Dualität auch negative Energien entstanden, welche begannen den Seelen, unschöne Dinge einzuflüstern.

So begab es sich, dass die Paare sich trennten, auf der Suchen nach einer Hälfte, die wohl besser zu ihnen passen würde.

Was für ein Chaos. Was ein Fehlschlag.

Mittlerweile hatte auch unsere erste halbe Seele, dies bemerkt und war darüber traurig. Musste sie doch nun mit ansehen, dass sich andere Seelen, an ihre geliebte zweite Hälfte heranwagten und ihr unschöne Sachen zuflüsterten.

Irgendwann erklärte ihre zweite Hälfte auch das ganze nicht mehr, so dass die Seele dachte, es wäre besser zu verschwinden. Man kommt bestimmt auch alleine zurecht.

So geschah es eines Morgens, dass die halbe Seele weg war. Verschwunden.

Niemand wusste, wo sie abgeblieben war.

Ihre zweite Hälfte erkannte, was sie falsch gemacht hatte und begab sich auf die Suche nach ihr.

Nicht ahnend, dass diese Suche alle Welten durchlaufen und alle Zeiten durchdauernd würde.

Die zweite Hälfte war enttäuscht und wollte nicht gefunden werden. Auch ihr hatten negative Seelen viel Unsinn eingeredet und sie wusste nicht mehr, wem sie glauben soll.

Zum Glück, hatte er, der beide erschaffen hatte, immer ein Auge auf sie, so dass ihr nie etwas wirklich schlimmes zustoßen konnte.

Aber ob ihre zweite Hälfte, sie wiederfand oder sie selbst beschloss zurück zu kehren, dass ist eine andere Geschichte.

Experiment M – Chapter 2

Experiment M – Part 1


I don’t know how long I was unconscious.

It must have been centuries. When I came back to my senses, I found myself in the middle of a crowd.

„Damn,“ I thought. „Should that be the case?“ As I looked down at me, I noticed that I looked just like the people swirling around me and storming past me.

„Now information and instructions would be nice,“ I thought, but even before I realized, someone tapped me on the shoulder.

I was driving around. Behind me was an old human, a man. With hat, nickel glasses and knowing eyes, as well as a mischievous grin on the face.

„Hey, I’ve been waiting for you. Follow me.“

He turned around and walked through the throng of people, at a speed i wouldn’t have trusted him. While I was trying to keep up, running as a human being fortunately did not differ very much from our usual mode of movement, a thunderstorm of flashes of thought began to develop in my head.

I actually wanted to stop or sit in those moments and collect and sort and sort them, but I was still running after the old man and had to try not to lose him in the middle of the crowd.

„Where do all these people come from?“ I didn’t notice that there were so many when planning the expedition.

Luckily it became less and the man had already noticed that I was struggling to follow him and so he throttled his pace and ran next to me by now.

I started to snort. This oxygen uptake and breathing system was unknown to me and I was afraid that my new body might simply fail and I would be forced to look for a new one.

The old man seemed to be able to read my thoughts and suggested taking a break.

„Where do they even lead me?“ I asked him. He looked at me with a grin. „No question who I am?“

I looked at him slightly confused, „Whoever has been waiting for me will know me and make himself known right away.“

The grin on his face turned into a loud laugh.

„I recognize your facial expressions, you’re as bad on it as ever.“

Unfortunately, I didn’t really have a plan yet, who exactly I had in front of me. But I didn’t hope it was my husband anymore. He would have welcomed me and made myself aware of it.

Accordingly, I was actually frustrated and soured that it could only be one of the guys who always got on my nerves on the ship.

„What did I deserve,“ I sighed softly and sat down with him, who had meanwhile sat down on what people called Parkbank.

Now that I knew that this was not my husband, I sat down next to him with due distance, he just grinned. Everyone on the ship knew that all my love and attention was for my loved one and that, like him, I would never even engage in a make-up or even a flirtation. Let alone sit me within my distance to another man.

In spite of everything, I had to find out who was sitting next to me and what happened next.

Unfortunately, I was only involved in the planning in part, because Brian and Torben liked to discuss and write these plans without us. And yes, I definitely hated it.

On the other hand, we could have written our plans ourselves, I probably would have written 1000 years of vacation with my husband in. Presumably the two knew that exactly.

My thoughts wandered to my husband and as the old man next to me, also hung his thoughts, I began to call for him telepathically.

„Hmm.. nix.“ I sighed, unfortunately a little too loudly, because my bank neighbor looked at me inquiringly. „Nothing, good.“ I said.

Toavoidthis awkwardsilence, and since I didn’t think the guy would volunteer to be who he is now, I looked at him and asked him, „Well, what’s next?“ Ok. I knew the grin and now I knew who I had in front of me.

„We’re waiting,“ he said. „Yes, nothing I don’t know now.“ I raised an eyebrow and looked at him frowning. „How long are we waiting and for whom?“ Whether I would get a clear answer to that was questionable.

Around us, the twilight was already breaking and all that was left was we were two on the park bench and a few birds running back and forth in front of us, apparently hoping to get something to eat.

Something came to mind.

„Brian, say. People have to eat and drink and so on. Have we talked about it. When do they have to? And they don’t actually live on park benches?“

Brian grinned and said, „Yes you’re right, but we have to wait.“

„Pfffff.. I snapped and looked again at the pigeons.“ What are we waiting for, for whom, can you not tell me?“ Brian laughed.

„Okay, I guess you don’t know.“ I laughed now because the facial expression he made actually confirmed it to me.

„Now we squat here, like two penners, and obviously wait for the boss. who, as always, is waiting for him to make a big appearance.“

Brian was still laughing. And by now I almost believed that the old man he had climbed into suddenly looked rejuvenated by years. Since we had this technology on our ships, I suspected Brian had somehow been able to take it to Earth and now used it.

Pigry. Why did I always have to take the bodies that were assigned to me. I didn’t even know what I looked like until then, let alone whether I was male or female. I started stealthily scanning myself.

Brian noticed it, however, and began to laugh so loudly that the pigeons flew up in terror. He even wiped tears from his eyes with laughter.

„What do you think, who or what you are. Of course we picked out a female body for you, I thought we could have our fun in this way…“

He didn’t come any further, because I had jumped up in anger and grabbed him by the shoulders. Surprised by the power of the female body, he covered his face in terror and pain and looked at me with fear-widened eyes. He knew my temper and at the same time realised that he should not have cracked this joke.

‚I don’t think I’m right. Be glad that my husband doesn’t…“

Now I couldn’t get any further, because once again someone tapped me on the shoulder.


Well… What happens next? Stand by

Experiment M – Teil 2

Kapitel 1 – zum nachlesen : https://katjasbauchladen.com/2020/07/27/experiment-m-kapitel-1/

Lets go.


Ich weiss nicht, wie lange ich ohne Bewusstsein war.

Es muss Jahrhunderte gewesen sein. Als ich wieder zur Besinnung kam, fand ich mich inmitten einer Menschenmenge wieder.

„Verdammt“ dachte ich. „Soll das so sein?“ Als ich an mir herunter blickte, bemerkte ich, dass ich genauso aussah, wie die Menschen die um mich herumwirbelten und an mir vorbei stürmten.

„Jetzt wären Informationen und Anweisungen schön“ dachte ich, aber noch ehe ich mich versah, tippte mir jemand auf die Schulter.

Ich fuhr herum. Hinter mir stand ein alter Mensch, ein Mann. Mit Hut, Nickelbrille und wissenden Augen, sowie einem schelmischen Grinsen im Gesicht.

„Hey, ich habe auf Dich gewartet. Folge mir.“

Er drehte sich um und ging durch das Gewimmel von Menschen, in einer Geschwindigkeit, die ich ihm gar nicht zugetraut hätte. Während ich versuchte Schritt zu halten, Laufen als Mensch unterschied sich zum Glück nicht sonderlich von unserer üblichen Fortbewegungsweise, fing in meinem Kopf an ein Gewitter aus Gedankenblitzen zu entstehen.

Eigentlich wollte ich in diesen Momenten stehenbleiben oder sitzen und sie sammeln und sortieren und einordnen, aber ich lief immer noch hinter dem alten Mann her und musste mich bemühen, ihn inmitten der Menschenmenge nicht zu verlieren.

„Wo kommen all diese Menschen her?“ Das es so viele waren, war mir beim planen der Expedition irgendwie gar nicht aufgefallen.

Zum Glück wurden es weniger und der Mann hatte schon bemerkt, dass ich Mühe hatte ihm zu folgen und so drosselte er sein Tempo und lief mittlerweile neben mir.

Ich begann zu schnaufen. Dieses Sauerstoffaufnahme und Atmensystem war mir unbekannt und ich hatte Angst, mein neuer Körper könnte einfach versagen und ich wäre gezwungen mir einen neuen zu suchen.

Der alte Mann schien meine Gedanken lesen zu können und schlug vor, eine Pause zu machen.

„Wo führen sie mich überhaupt hin?“ fragte ich ihn. Er schaute mich grinsend an. „Keine Frage, wer ich bin?“

Ich schaute ihn leicht unwirsch an, „Wer schon auf mich gewartet hat, wird mich wohl kennen und sich gleich zu erkennen geben.“

Das Grinsen in seinem Gesicht wurde zu einem lauten Lachen.

„Ich erkenne an deiner Mimik, Du bist genauso mies drauf, wie immer.“

Leider hatte ich tatsächlich noch keinen Plan, wen genau ich vor mir hatte. Allerdings hoffte ich schon nicht mehr, dass es mein Mann sei. Der hätte mich nämlich richtig begrüßt und sich zu erkennen gegeben.

Dementsprechend, war ich tatsächlich schon frustriert und angesäuert, dass es wieder nur einer der Typen sein konnte, die mir schon auf dem Schiff immer auf die Nerven gingen.

„Womit hab ich das verdient“ seufzte ich leise und setzte mich zu ihm, der sich mittlerweile auf etwas gesetzt hatte, was die Menschen Parkbank nannten.

Da ich ja nun wusste, dass dies nicht mein Mann war, setzte ich mich mit gebührendem Abstand neben ihn, er grinste nur. Alle auf dem Schiff wussten, dass meine ganze Liebe und Aufmerksamkeit meinem Liebsten galt und ich mich, genau wie er auch, niemals auch nur auf eine Anmache oder gar einen Flirt einlassen würde. Geschweige denn, mich innerhalb meines Distanzbereiches zu einem anderen Mann setzen.

Trotz allem musste ich jetzt herausfinden, wer neben mir saß und wie es nun weiter ging.

An der Planung war ich leider nur auszugsweise beteiligt, da Brian und Torben diese Pläne gern ohne uns ausdiskutierten und schrieben. Und ja, ich hasste das durchaus.

Andererseits, hätten wir unsere Pläne selbst schreiben können, hätte ich vermutlich erst einmal 1000 Jahre Urlaub mit meinem Mann hineingeschrieben. Vermutlich wussten die zwei, dass ganz genau.

Meine Gedanken wanderten zu meinem Mann und da der alte Mann neben mir, auch seinen Gedanken nachhing, begann ich telepathisch nach ihm zu rufen.

„Hmm.. nix.“ Seufzte ich, leider etwas zu laut, denn mein Banknachbar blickte mich fragend an. „Nichts, schon gut.“ Sagte ich.

Um dieses unangenehme Schweigen zu benden und da ich auch nicht glaubte, dass der Kerl sich freiwillig outen würde, wer er denn nun ist, schaute ich ihn an und fragte ihn „Na Chef, wie gehts jetzt weiter?“ Okay. Das Grinsen kannte ich und wusste nun auch, wen ich vor mir hatte.

„Wir warten“ sagte er. „Ja, nichts,was ich nicht jetzt schon wüsste.“ Ich zog eine Augenbraue hoch und schaute ihn Stirnrunzelnd an. „Wie lange warten wir nun und auf wen?“ Ob ich darauf eine klare Antwort bekommen würde, war fraglich.

Um uns herum brach schon die Dämmerung ein und alles was noch da war, waren wir zwei auf der Parkbank und ein paar Vögel, die vor uns hin und her liefen und scheinbar darauf hofften, etwas zu fressen zu bekommen.

Da fiel mir etwas ein.

„Brian, sag mal. Menschen müssen doch essen und trinken und so weiter. Haben wir doch drüber gesprochen. Wann müssen sie das eigentlich. Und eigentlich leben die doch nicht auf Parkbänken?“

Brian grinste und meinte, „ja du hast recht, aber wir müssen warten.“

„Pfffff.. ich schnaufte und schaute wieder zu den Tauben. „Worauf wir warten, auf wen, kannst du mir wohl nicht sagen?“ Brian lachte.

„Okay, ich vermute Du weist es selber nicht.“ Lachte ich nun, weil der Gesichtsausdruck den er machte, mir das tatsächlich bestätigte.

„Nun hocken wir hier, wie zwei Penner und warten offenbar auf den Chef.. der wie immer schon auf sich warten lässt, damit er einen großen Auftritt hinlegen kann.“

Brian lachte immer noch. Und mittlerweile glaubte ich fast, dass der alte Mann, in den er gestiegen war plötzlich um Jahre verjüngt aussah. Da wir diese Technologie auf unseren Schiffen hatten, vermutete ich, hatte Brian diese irgendwie mit auf die Erde nehmen können und nutzte sie nun.

Schweinerei. Wieso musste ich immer die Körper nehmen die mir zugeteilt wurden. Ich wusste bis dahin noch nicht einmal wie ich aussah, geschweige denn ob ich männlich oder weiblich war. Verstohlen begann ich mich abzutasten.

Brian bemerkte es allerdings doch und begann nun zu so laut zu lachen, dass die Tauben vor Schreck aufflogen. Er wischte sich vor Lachen sogar die Tränen aus den Augen.

„Was glaubst Du, wer oder was du bist. Wir haben dir natürlich einen weiblichen Körper rausgesucht, ich dachte, wir könnten auf diese Art vielleicht unseren Spaß…“

Weiter kam er nicht, denn ich war außer mir vor Wut aufgesprungen und hatte ihn an den Schultern gepackt. Von der Power des weiblichen Körpers überrascht, verzog er vor Schreck und Schmerz sein Gesicht und sah mich mit angstgeweiteten Augen an.. Er kannte mein Temperament und bemerkte zeitgleich, dass er diesen Witz nicht hätte reißen dürfen.

„Ich glaub ich höre nicht recht. Sei froh, dass mein Mann nicht…“

Jetzt kam ich nicht weiter, denn mir tippte wiedermals einer auf die Schulter.


Tja … wie geht es weiter? Bleibt dran 😉

Was ist los in Deutschland?

Heute ist nicht Sonntag und ich habe keinen „Realtalk“ geplant, weil ich das eh IMMER tue, aber ich muss mich jetzt doch, auf meinem persönlichen Blog (mal wieder) äußern.

„Da stehen sie nun

die jungen links und rechts die alten

man sollte meinen, dass sie zusammen halten,

doch weit gefehlt,

der Hass geht um, die Dummheit siegt,

die Mehrheit stumm.

Wer sich noch traut, dass Wort zu erheben,

der fürchtet in Deutschland

(noch) nicht um sein Leben.

Doch glaubt man den Medien, so droht bald ein Krieg

und der NWO, der schenkt man den Sieg.

Glaubt man der Presse, so ist es verdient,

da die Meinung der gläubigen Mehrheit obsiegt.

Mit Meinungsfreiheit ist es nicht mehr weit her,

mit Undemokratisch sein, dafür sehr.

Wer anders denkt und etwas anderes spricht,

den steckt man sofort vors „Schwurblergericht“.

Wenn die schweigende Masse dann endlich spricht,

und die gläubige Mehrheit erkennt, wie falsch sie liegt,

dann ist es schon für viele zu spät,

denn hat man sich schon lange genug bekriegt

und nicht mitbekommen, die NWO hat gesiegt.


Ich habe heute wohl meine kreative Ader, die ich sonst streng an der Leine halte, aber was solls.

Das kleine Gedicht ist frei erfunden und ich bin weder Dichter, noch großer Denker, ich find es ganz witzig.

Keine Garantie ob da irgendwas an Wahrheit drin steckt, natürlich 😉

Teilen erlaubt, Klauen unerwünscht.

Bewertung: 1 von 5.