das Klopfen

Das Klopfen

Es war später Nachmittag, als ich müde und erschöpft von meiner Arbeit nach Hause kam.
Ich ging direkt in mein Wohnzimmer und warf mich mitsamt Klamotten und Schuhen auf meine neue, schwarze Ledercouch, ein Schmuckstück aus der Neuzeit.

Auf einer samtig weichen Kuscheldecke lag eingerollt meine Gefährtin Kitty und schlief. Leise schnarchte sie vor sich hin und ihre weisen Barthaare vibrierten dazu. Wie sehr ich sie liebe, meine süße kleine Katze. Ein Abschiedsgeschenk meiner Mutter.

Ihr überraschender Tod traf mich wie aus heiterem Himmel und ihre Katze war seitdem meine engste Vertraute. Ein Bild meiner Mutter hing an der Wand über dem kleinen Schrank und schon oft traf ich Kitty dabei an, wie sie auf dem Schrank saß und das Bild anstarrte.

Katzen scheinen sich erinnern zu können, wen sie bekannte Gesichter auf Bildern sehen. Falls Kitty das Bild überhaupt so sehen kann, wie wir Menschen. Wirklich sicher bin ich mir dabei auch nicht.

Kitty und ich leben weitestgehend allein und für Freunde ist relativ wenig Zeit vorhanden, da meine Tätigkeit im Büro im Prinzip den ganzen Tag beansprucht.

Also lief des öfteren mein Fernseher nebenbei, oft auch tagsüber damit Kitty sich nicht so einsam fühlen würde.

Ich streichelte die Katze, die sich gemütlich auf ihrer Decke räkelte und wohlig schnurrte.
Da die Dämmerung einsetzte, machte ich unser Abendlicht an.

Wir wohnen im inneren eines Waldes, weit und breit nichts außer Felder und Wald. Der nächste Laden ist fünf Kilometer weit weg an der Tankstelle.

Ich mag die Stille und liebe es fernab von weiteren Menschen zu sein.

Menschen sind immer so nervig und laut, daher verbringe ich viel Zeit im Büro wo ich meine Arbeit in Ruhe verrichten kann. Ich saß schon leicht schläfrig auf der Couch, draußen ging die Sonne gerade unter und die Schatten der Bäume erschienen im Wohnzimmer an der Wand.

Perfekte Idylle.

Da ich die sanfte Brise des Abends liebe sind die Fenster leicht geöffnet, draußen ist es fast windstill.

Kitty und ich zucken gleichzeitig furchtbar zusammen, als eins der Fenster plötzlich mit lautem Knall aufgeht und gegen den Rahmen schlägt.

Ich stehe auf und schließe es, nicht ohne vorher nach draußen geschaut zu haben, nichts. Nicht mal mehr Wind.

Zurück auf der Couch, hat meine Gefährtin sich bereits aufgesetzt und sieht sich überrascht um.
„Na Kitty, was ist los? Was gibt es denn zu sehen, als das Du Dich von deinem Schlaf löst?“
Da klopft es drei Mal an der Tür zur Küche „klopf, klopf, klopf“.

Ich wunderte mich was das war, da außer uns niemand sonst hier war. Bewaffnet, mit meinem Baseballschläger aus Aluminium, ein Geschenk meines Vaters, ging ich langsam Richtung Küche und öffnete vorsichtig die Tür.

Leise quietschend ging sie auf und da waren sie… zwei kleine, graue Mäuse mit schwarzen Kulleraugen saßen auf dem Küchenboden, aus dem Schrank war offenbar auch noch Geschirr zu Boden gefallen, waren das die Mäuse?
Wie konnte ich das nicht gehört haben?

Dann krachte es laut, hinter meinem Rücken knallte die Küchentür zu.

Aber diesmal war ich nicht überrascht, da die Tür aufgrund ihrer Schwere des öfteren knallend ins Schloss fiel.

Ich fegte das kaputte Geschirr vom Boden, warf die Mäuse mitsamt ihrem bereits angeknabberten Kuchenstück aus dem Fenster, atmete tief durch, nahm mir ein Glas von dem teuren italienischen Rotwein, den mein Vater mir letztes Jahr zu Weihnachten geschenkt hatte und setzte mich zurück auf die Couch.

Kitty hatte sich bereits wieder eingerollt und lag schlafend da.

Kaum hingesetzt, klopfte es wieder, aber diesmal bekam ich es mit der Angst zu tun.

KLOPF KLOPF KLOPF

So laut, als würde man mir im nächsten Augenblick die Tür einschlagen wollen, diesmal kam das Geräusch allerdings von der Haustür.

Ich rannte zu meinem Safe, gab den Code ein und griff zu meiner 44er Magnum, welche stets geladen und schussbereit drin lag.

Leise schlich ich zur Tür und schaute durch den Türspion.

Niemand stand da und niemand wohnte auch nur nah genug um mir um diese Uhrzeit und in der Dunkelheit noch einen Besuch abzustatten.

Ich öffnete die Tür, draußen war es schon ziemlich dunkel aber die Lampe vor der Tür erhellte die Sicht soweit, dass ich in die Ferne sehen konnte. Weit und breit nichts zu sehen.

Auch in den Büschen, welche ich mit Hilfe einer Taschenlampe und vorgehaltener Waffe inspizierte, nichts.

Ich nahm die Waffe runter und ging wieder in mein Haus, als ich vor der Tür einen Zettel bemerkte, er lag da auf dem Boden und war mir vorher gar nicht aufgefallen.

Auf ihm stand mit schwarzen Stift in krakeliger Kinderschrift geschrieben „kannst du nicht davon reißen, kommt es und wird ein Stück davon beißen!“
Sollte das ein Witz sein?

Ich zerriss das Papier in zig kleine Stücke und warf sie achtlos auf den Hof und sagte laut „Komm ruhig her und riskiere es“ schloss dann aber doch recht schnell die Tür.

Kaum hatte ich zugeschlossen und mich umgedreht klopfte es hinter mir erneut an der Tür.

Ich drehte mich sofort um, riss die Tür auf und

„nichts, keiner da“ Niemand konnte so schnell davonrennen.

Diesmal schloss ich nicht nur die Tür, nein ich verriegelte sie, etwas was ich sonst nicht tun würde, da ich mich in der Einsamkeit bislang wirklich sicher fühlte.

Sicherheitshalber ging ich durch das ganze Haus und verschloss jede Tür mit ihrem Schlüssel, schloss vorher alle Außenjalousien. Dann ging ich hinunter in den Keller, um meine versteckte Zweitwaffe zu holen.

Eine abgesägte Schrotflinte. Diese hatte ich mir auf Anraten eines Freundes meines Vaters zugelegt, welcher uns erzählte, dass im Wald Bären lebten und man sie im Notfall damit verjagen könnte, sollten sie sich zu nah ans Haus wagen.

Nur leider sollte dieses Monster von Flinte gegen etwas helfen, was ich bislang noch nicht mal sehen konnte.

Auf einmal ging das Licht aus.

Panisch rannte ich hoch zum Flur, schloss die Kellertür, drehte den Schlüssel um, so oft es nur ging.

Rannte ins Wohnzimmer, warf mich auf die Couch und versuchte einen klaren Kopf zu bewahren. Mein Herz raste und mein Puls schlug bis hoch zum Kopf.

Die Polizei zu rufen, war nutzlos, die bräuchten viel zu lange, um hierher zu kommen, falls sie überhaupt kommen würden. Und wer weiß was bis dahin alles passiert wäre.

Es klopfte erneut „klopf klopf, klopf“ … diesmal war es – an der Schranktür im Gästezimmer.

Nichts stand in diesem Zimmer, außer der Schrank, welcher außerdem noch leer war.

Fast steif vor Angst stand ich auf, nahm meine Magnum und schlich ins Gästezimmer, näherte mich dem Schrank, hielt die Waffe in seine Richtung, riss die Tür auf und „nichts“.

Ich ging aus dem Zimmer und da klopfte es erneut, diesmal aber wesentlich leiser, wieder von der Schranktür aus, welche ich gerade mal für zwei Sekunden aus den Augen gelassen hatte.

Ich begann fast zu heulen vor Angst und Panik, mein ganzer Körper zitterte als ich wieder zum Schrank ging, die Waffe fest in der Hand, mein Arm bewegte sich in Richtung Schranktür als plötzlich die Zimmertür laut zuknallte.

Entsetzt feuerte ich vor Schreck zweimal in Richtung der Tür. Der Rauch der Patronen breitete sich im Zimmer aus.
Ich war mittlerweile in heller Panik, drehte mich nochmals zum Schrank, den zwei Löchern in der Tür des Gästezimmers keine weitere Beachtung schenkend. Im Schrank lag eine kleine schwarze Box.

Unnötig zu erwähnen, dass diese Box vorher nicht da war.

Zitternd griff ich danach und hob sie auf, um sie mir näher anzuschauen-

Eine kleine unscheinbare, schwarze Holzbox mit roten Streifen verziert und ein paar mir unbekannte Symbole auf dem Deckel. An der rechten Seite eine kleine Kurbel.

Ich nahm die Box und warf sie gegen die Wand. Ich trat noch einmal mit dem Fuß dagegen und schoss auf sie. Auf die Idee sie zu öffnen, kam ich in meiner Panik nicht mehr.

Nur noch zwei Patronen in der Waffe. Meine Augen tränten vor Angst.

Die Box schien trotz des Treffers meiner Waffe völlig unversehrt, deshalb hob ich sie nun doch auf und ging ins Wohnzimmer.

Dort entzündete ich meinen ganzen Stolz, einen selbst gemauerten Kamin, in der Hoffnung das auch das Knistern des Feuers mich von den Geschehnissen des Abends irgendwie ablenken würde.

Kitty, welche den Kamin über alles liebt, kam zu mir und strich mit schnurrend um die Füße.

Für eine Weile war wieder alles gut und bis auf die zwei Löcher in der Tür, wies nichts darauf hin, dass ich gerade noch um mein Leben fürchtete, Angst vor einem unsichtbaren Klopfer habend.

Das Holz im Kamin brannte mittlerweile lichterloh und meiner Intuition folgend, griff ich zur Box und warf sie direkt hinein.
Als ich mich gerade auf der Couch niedergelassen hatte, hörte ich ein seltsames Kratzen in den Wänden. Und es wurde immer lauter. „Krrr…krrrr… Krrrr“ ich hatte weder die leiseste Ahnung, wer oder was dieses Geräusch verursachen konnte noch was ich nun tun sollte.

Vorsichtshalber griff ich zu meiner Waffe und legte sie direkt neben mich.

Das Kratzgeräusch verschwand so plötzlich wie es gekommen war und alles Lichter gingen auf einen Schlag aus.

Ich begann wieder zu zittern, blieb allerdings diesmal sitzen und versuchte mich durch mit selbst gut zureden, mich zu beruhigen.

In meiner Nähe hörte ich ein leises und vorsichtiges „Miauu“.

„Was ist los Kitty?“ sagte ich, Katzen können doch im Dunkeln sehen. Ich eher weniger, also rief ich sie zu mir und sie kam, sprang auf die Couch und schmiegte sich an mich.

Dass die Katze noch relativ ruhig und entspannt war, muss ein gutes Zeichen sein, redete ich mir ein.
Ihr angenehmes Schnurren und das Knistern des Feuers beruhigten mich etwas, das der Strom manchmal ausfiel, war hier nun wirklich nicht allzu ungewöhnlich. Dies lag an der Tatsache, dass wir schon ziemlich weit entfernt von der nächsten Stadt wohnten und die Leitungen manchmal aus dem scheinbaren nichts kaputt gingen.

Als ich fast wieder völlig entspannt war, schaute ich in den Kamin, ins Feuer und die Nackenhaare sträubten sich mir. Eiskalt lief es mir den Rücken herunter.

Die Box war komplett weg. Wie konnte eine so massive Holzbox, der nicht mal ein Schuss etwas anhaben konnte, innerhalb weniger Minuten komplett verbrannt sein?

Instinktiv griff ich nach meiner Waffe, in der sich nur noch zwei Patronen befanden, aber sicher ist sicher und ging zum Kamin.

Das wollte ich mir genauer anschauen. Ich beugte mich nach vorn, um genauer ins Feuer schauen zu können. Keine Spur einer Holzbox. Eigenartig. Ich richtete mich wieder auf und wusste nicht, was ich davon halten soll.

Im Genick fühlte ich plötzlich ein Atmen und schlagartig erstarrte ich fast vor Angst.
Mein Überlebensinstinkt erwachte und ich drehte mich um, den Finger schon am Abzug und schoss hinter mich, dabei flog mit die Waffe direkt aus der Hand auf den Boden.

Eine Patrone noch, hinter mir stand nichts und niemand.

Bildete ich mir das alles nur ein? War die Zeit allein im Wald so störend für meinen Geist, dass ich allmählich verrückt wurde?

Nein, nein. Sicherlich nicht. Seit dem Tod meiner Mutter, als ich noch ein Teenager war, war ich so oft allein, dass ich mir sicher war, dass mein Geist perfekt klar war.

Ich ließ die Geschehnisse des Abends im Geiste Revue passieren, das Klopfen und der Zettel, dann das Flackern des Lichtes und Kratzen an der Wand und der Atem im Genick. Alles war echt.

Die Löcher in der Tür zeigten ihr übriges.

Der Kamin war plötzlich aus, nicht einmal mehr Glut zeugte davon, dass er vor wenigen Minuten noch lichterloh brannte.

Irritiert ging ich wieder hin und schaute hinein, da lag sie. Völlig unversehrt und ohne eine Spur von Schussen oder Feuer. Die kleine schwarze Box.

Ich griff hinein, er war sogar schon kalt. Ich nahm die Box heraus und setzte mich wieder auf die Couch, Kitty kam an und schnüffelte aufgeregt an der Box herum und strich ihren Kopf daran.

„Wie kannst du etwas, das mir so viel Schrecken bereitet, als Spielzeug auserwählen“ sagte ich sanft zu der Katze und schob sie mit dem rechten Arm weg. „Kitty lass das.“

Kurz legte ich die Box vor mich auf den Glastisch, griff dann aber nach ihr und untersuchte sie, wie sie auf geht.

Als ich an die kleine Kurbel fasste, griff Kitty mich an.

Stürzte mich auf meine Hand, biss hinein und versuchte mich davon abzuhalten, die Box zu öffnen.

Erst als ich augenscheinlich von der Box abblies, beruhigte die Katze sich etwas, lies mich aber nicht aus den Augen.

Ich meinerseits, lies Kitty nicht aus den Augen und griff wieder zu der Box, als die Katze sich wieder auf mich stürzen wollte, griff ich sie mir und setzte sie ins Badezimmer.

„Sorry Miez, aber ich muss wissen was in der Box ist.“ Auch wenn meine Katze mich offensichtlich warnen wollte, konnte ich meine Neugierde nicht länger zügeln.

Da ich unseren unsichtbaren Gast bislang nicht gesehen hatte, glaubte ich auch nicht mehr daran, dass irgendjemand außer mir im Haus wäre.

Vorsichtshalber checkte ich das Magazin meiner Waffe, eine Patrone noch. Wenn ich nur wüsste, wo die anderen Patronen liegen.

„Klopf, Klopf, Klopf“ das Geräusch schreckte mich aus meinen Gedanken, ich sprang auf und sah mich um.

Das Geräusch kam aus der Box. Zumindest kam es mir so vor.

Ich setzte mich nochmals hin und drehte nun hysterisch an dem kleinen Hebel und diesmal öffnete die Box sich. Sie war leer.

Warum war sie leer? Vor lauter Aufregung und Angst begann ich an meinen Fingernägeln zu kauen und mich unruhig im Raum umzuschauen.

Ich schloss die Box. Stand auf, schnappte mir meine Jacke, meine Schlüssel, holte die Katze und rannte so schnell es ging zum Auto.

Ich warf Jacke, Schlüssel und Katze auf den Rücksitz. Kitty knurrte mich ungläubig an. „Sorry Miez, wir müssen weg hier.“

Kaum das ich den Zündschlüssel umgedreht und die Karre gestartet hatte, blick mir für einen Moment das Herz fast stehen.

Vor dem Auto, keine zehn Meter, stand im hellen Scheinwerferlicht, meine Mutter. Oder etwas, das wie sie aussah.

Ich schrie entsetzt auf. Das ist unmöglich, Du bist tot. Du bist nicht hier. Alles Einbildung.

Um es mir selbst zu beweisen, setzte ich den letzten Schuss meiner Waffe aufs Spiel und zielte direkt durch die Windschutzscheibe, mitten in ihre Brust.

Nichts geschah. Hatte ich eben noch erwartet, sie würde durch den direkten Treffer umfallen oder sich zumindest irgendwie bewegen, musste ich nun entsetzt feststellen, dass sie da stand starr und totenblass wie vorher.

Nun sah ich auch ihr Gesicht und mir blieb der Atem weg. Ihr Gesicht war vernarbt, Leere Augenhöhlen, die mich trotz allem böse anzustarren schienen und der Mund war zugenäht.

Dies konnte niemals meine Mutter sein. So ein guter Mensch, selbst der Tod konnte doch nicht solche Sachen mit ihr machen?

Ohne weiter darüber nach zu denken, gab ich Vollgas und steuerte direkt auf sie zu, fuhr mit einem lauten Krachen über die Gestalt drüber und dachte ich hätte alle meine Probleme damit geklärt.

Fast schon wollte ich laut loslachen. Was auch immer das war, jetzt musste es definitiv kaputt sein. Immerhin war ich mit Vollgas drüber hinweg gefahren.

Kitty auf dem Rücksitz krallte sich derweil am Sitz fest und ich steuerte die gut beleuchtete Hauptstraße an. Hier konnte uns nichts mehr passieren.

Ich atmete tief durch und lachte befreit auf. Ich wähnte mich völlig in Sicherheit und entspannte mich.

Eine Hand griff mir ins Lenkrad, packte mich und etwas schrie mir laut ins Gesicht. Ich überdrehte das Lenkrad und krachte mit hoher Geschwindigkeit gegen einen Baum. Ich sah noch wie Kitty, meine liebste Kitty gegen die Windschutzscheibe flog.

Stunden später oder Minuten? Ich weiß nicht wie lange ich da saß, eingeklemmt hinter dem Lenkrad, das Blut im Gesicht war mittlerweile getrocknet und mein Kopf hämmerte fürchterlich.

Von Kitty keine Spur mehr zu sehen. Dafür Blaulicht auf der Straße. Ein Polizist näherte sich meinem Wagen oder vielmehr dem, was davon übrig war. „Ma‘am, sind Sie okay?“ Freundlich griff er meinen Arm und half mit aus dem Wagen.

Ich stöhnte zwar und konnte mich vor Zittern kaum bewegen, aber da der Krankenwagen schon dastand, lief ich mit seiner Hilfe langsam hin und man half mit hinein.

„Kommen Sie, Ma‘am. Wir bringen Sie ins Krankenhaus.“

Ungefähr 5 Minuten später, ich war bereits sorgfältig auf der Trage festgeschnallt und mit einer ziemlich gut wirkenden Infusion aus Schmerz- und Beruhigungsmitteln versorgt, fiel mir auf, das die Landschaft, welche ich durch das kleine Krankenwagenfenster erkennen konnte, mir seltsam bekannt vorkam.

Das konnte, nein, das durfte doch nicht wahr sein. Dies war niemals die Richtung, in der das Krankenhaus lag.

Auf mein entsetztes Schreien reagierte niemand und so versuchte ich mich umzudrehen und konnte immerhin den Rückspiegel erkennen.

Eine Frau in einem alten, vermoderten Kleid, sitzt anstatt des Fahrers hinter dem Lenkrad, dasselbe Gesicht wie gestern Nacht nur diesmal strahlen mich dunkle Augen förmlich an.

Sie dreht sich zu mir um, ein zahnloses Grinsen übers ganze Gesicht.

ENDE

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