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Kids und Internet

Heute mal ein paar Erfahrungen aus meiner Mottenkiste, als mehrfache Mutter mit Kindern, die bereits das Internet endeckt haben.

Da wir kein Festnetz haben, brauchte ich eine Möglichkeit, dass meine Tochter, die zum Teil eher zu Hause ist/war als ich, im Notfall auch mal jemanden anrufen kann.

Da ich nicht altmodisch bin, gab es also ein kindgerechtes, einfaches Handy, auf dem man auch ein paar Apps – Schulapps-!! instaliert hat.

Naja die Schulapps haben derzeit wohl eine Öffnungsrate von +- 0, aber dafür gab es direkt, ihr ahnt es schon.. Tiktok und YouTube.

Was macht man dann als netter, wohlmeinender Erziehungsberechtigter?

Erst macht man, Nutzerbeschränkungen rein. FSK 6..FSK12 und „eingeschränkter Modus“.

Das klappt schon sehr gut aber dann stellt man fest „verdammt, sie machen das Ding ja gar nicht mehr aus.“

Darauf ist man, ehrlich gesagt, eben NICHT vorbereitet. Zumindest nicht, wenn es das erst Kind mit Handy von einem ist, einfach weil die großen Geschwister über doppelt so alt sind und man damals keine Handys für die hatte.

Photo by Julia M Cameron on Pexels.com

Dann wird die ganze Sache, eine Weile eklig bis man sich durchringt, „Erziehungsmaßnahmen“ zu treffen die zu üblen Familiendiskussionen führen werden.

Aber gut, Kinder brauchen halt noch Grenzen die wir Erwachsene uns selber setzen können und tun.

Ich selbst mach mein Handy abends komplett aus und geh schlafen undenkbar das mein Kind das freiwillig tun würde.

Nachdem ich das erste Mal nachts halb zwei von komischen Geräuschen geweckt wurde und feststellte, dass Madame wach und am Handy war, galt es die Erziehungsmaßnahmen nun auch durchzuziehen

Da ich kein Freund radikaler Maßnahmen bin und Handy wegnehmen, dezent auch selber blöd finde, dachte ich „gut eine andere Idee muss her.“

Meine Schwägerin gab mir dann den Tip, den sie bei ihren Töchtern nutzt, installiere eine Elternapp.

Wie begleitetes Fahren ist das, aber halt begleitetes surfen.

Meine Tochter war nicht amüsiert, aber nach kurzer Zeit, war sie davon überzeugt, dass es sie nicht umbringen wird und nun läuft quasi ihr Handy über mein Handy.

Ich weiss, dass dies eventuell auch nicht weniger radikal als wegnehmen ist, aber eine gewisse Freiheit hat sie damit auch. Wenn auch in stark eingeschränktem, kindgerechten und von mir festgelegten Zeitrahmen.

Und ein gesperrtes Handy ist ja auch irgendwie weggenommen.

Aber immerhin kann ich abends sicher sein dass dieses Flimmerding nicht angeschaltet werden kann, bevor ich es freischalte und das ist gut so.

Ich empfehle diese Apps tatsächlich allen Eltern mit jüngeren Schulkindern, schon um die Kontrolle zu behalten und eben nicht ständig schauen zu müssen WAS macht das Kind im Internet und wann, wie lange und vielleicht sogar mit wem.

Mal schauen, vielleicht ändere ich das wenn sie 18 ist. Nein Spaß.

Wie sagt man so schön „Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser. Und Kinder müssen geschützt werden. Vor allem in Internet.“

Wie seht ihr das?

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Was ist – Handyblindheit?

Google wollte dieses Wort umformatieren zu „Halbseitenblindheit“, womit Google eigentlich gar nicht so falsch liegt.

Handyblindheit,ist dieses Phänomen, wenn ihr im dunklen Raum auf euer Handy schaut – vorzugsweise vom Bett aus – und plötzlich ist ein Auge blind.

Das witzige ist, dass die wenigsten Leute dies kennen und fürchterlich erschrecken, wenn es zum ersten Mal passiert.

Da mir das allerdings immer öfter selbst passiert, dachte ich, ich blog mal drüber.

Welche medizinischen Hintergründe gibt es dafür?

Meist ist es so, dass wir bevor wir auf einem Auge „blind“ sind für ein paar Minuten, auf der Seite liegend aufs Handy gestarrt haben.

Das andere Auge war durchs Kissen oder den Arm oder wie auch immer nicht am „starren“ beteiligt.

Nun passt sich das eine Auge der Dunkelheit an und das schauende Auge der Helligkeit.

Unser Gehirn ist aber gar nicht darauf ausgelegt, zwei verschieden agierende Augen zeitgleich zu koodinieren, so dass das Auge welches der Helligkeit ausgesetzt war, schlichtweg erst einmal „abgeschaltet“ wird, bis das Gehirn sich darum kümmern kann, was da los ist.

Der Vorrang hat immer erst einmal das Organ , welches völlig funktionstüchtig ist.


Menschliche Augen sind hochentwickelte Sinnesorgane, die sich durch eine enorme Lichtempfindlichkeit auszeichnen.

Dadurch dienen sie hauptsächlich der Weiterleitung von Lichtreizen an das menschliche Gehirn.

Auf diese Weise ermöglichen sie eine bessere Orientierung des Menschen, in seiner Umgebung. 

Die Augen nehmen unterschiedliche Farben sowie Helligkeitswerte wahr und können mithilfe der flexiblen Augenlinse auch auf unterschiedlichen Entfernungen scharf sehen.

Wenn nun ein Auge auf Scharf und Hell eingestellt ist und das andere auf Dunkel und nichts sehend, dann reagiert das Auge welches im dunklen war zuerst und das Auge was auf scharf sehen eingestellt war, schaltet wie in einer „Schutzreaktion“ erst einmal kurz ab.

Weil:

Für eine umfassende Orientierung muss das ins Auge einfallende Licht in Nervenreize umgewandelt werden.

Die Sehbahn leiten diese zum Gehirn, das die Signale zu optischen Eindrücken verarbeitet.

Hell – Dunkel Sehen ( Adaption)

Diese wird getestet, wenn der Augenarzt oder auch ein anderer Arzt euch ins Auge leuchtet.

Das ganze nennt man „Pupillenreaktion“.

Hier mal ein kleiner Einblick in unsere Auge, rein von der groben Anatomie her.

Wie sehen da, das Licht fällt zur Pupille hinein und dringt durch den Glaskörper an die Netzhaut.

Mit über 120 Millionen Sinneszellen kann sie die einfallenden Lichtstrahlen in Nervensignale umwandeln.

Dabei unterscheidet man zwischen den stäbchenförmigen und den zapfenförmigen Sinneszellen. Die Dichte beider Sinneszellen variiert jedoch auf der Netzhaut. Der sogenannte „Gelbe Fleck“ (Makula), die höchste Konzentration an Sinneszellen auf.

Die von der Netzhaut in Nervensignale umgewandelten Informationen werden über den Sehnerv ins Gehirn geleitet.

Die Netzhaut enthält die sogenannten Stäbchen und Zapfen: Die Zapfen nehmen die Farbreize wahr, die Stäbchen unterscheiden zwischen hell und dunkel.

Die Zapfen sind am dichtesten in der Fovea centralis, dem Punkt des schärfsten Sehens.

Die Stäbchen fehlen in der Fovea komplett, sind aber rundherum besonders dicht angeordnet.

Die Aufgabe der inneren Augenhaut ist es, die einfallenden Lichtstrahlen zu verarbeiten und an den Sehnerv weiterzuleiten.

Diese unterschiedliche Verteilung der Stäbchen erklärt, warum man in der Nacht „blind“ ist.

Und auch, warum ein Auge nach dem Handy starren blind ist und das andere nicht.

Quellen:

https://www.leading-medicine-guide.de/anatomie/augen

https://www.netdoktor.de/anatomie/adaptation/

https://www.onmeda.de/anatomie/auge-innere-augenhaut-1209-6.html


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